Ob Kauf oder Bau – für viele Besitzer ist der Traum vom Eigenheim mit einer langfristigen Finanzierung verbunden. Dabei wurden neben dem Kreditbetrag auch Zins und Laufzeit für einen festen Zeitraum vereinbart – meist 10, 15 oder 20 Jahre. Doch am Ende dieser sogenannten Zinsbindung ist die Immobilie in den wenigsten Fällen schon vollständig abbezahlt. Es braucht eine Anschlussfinanzierung – und die ist häufig mit Unsicherheit bzw. einer zentralen Frage verbunden: Wie werden sich die Zinsen bis zum Ende der Zinsbindung entwickeln? Und welche Strategie bringt jetzt Sicherheit oder spart Kosten?
Das Zinsniveau der Zukunft vorherzusagen, vermag niemand genau. Dennoch gibt es Tendenzen, die für die eigene Strategie eine Rolle spielen. Wer frühzeitig plant, verschafft sich Handlungsspielraum. Die gute Nachricht: Es muss nicht bis zum letzten Tag gewartet werden. Schon bis zu drei Jahre vor Ablauf der Zinsbindung kann eine Anschlussfinanzierung vorbereitet werden – etwa durch ein Forward-Darlehen. Damit lassen sich aktuelle Zinsen für die Zeit nach dem Auslaufen der Zinsbindung reservieren.
Wer mit steigenden Zinsen rechnet, kann also frühzeitig handeln. Denn: Bereits kleine Zinsunterschiede machen sich bei einer hohen Restschuld schnell bemerkbar. Ein Forward-Darlehen ermöglicht es, heutige Konditionen gegen einen kleinen Aufschlag zu „fixieren“ – je nach Anbieter für bis zu 66 Monate im Voraus. Das schafft Sicherheit, kalkulierbare Raten und schützt vor unangenehmen Überraschungen.
Wer hingegen mit sinkenden Zinsen rechnet, kann sich zunächst abwarten und die Entwicklungen beobachten. Die nächste Anschlussfinanzierung wird dann zum Auslaufen der aktuellen Zinsbindung auf Basis der dann gültigen Konditionen abgeschlossen. Vorteil: Es kann flexibel aus mehreren Angeboten gewählt werden – auch von anderen Banken. Wichtig ist hier: Angebote vergleichen und nicht automatisch bei der bisherigen Bank verlängern.
Welche Strategie sinnvoll ist, hängt auch von der eigenen Lebenssituation ab:
Ob man von steigenden oder fallenden Zinsen ausgeht – man sollte nicht auf den letzten Prozentpunkt „zocken“, sondern sich frühzeitig mit dem Thema Anschlussfinanzierung beschäftigen. Die gewonnene Klarheit und Planungssicherheit sind ein hohes Gut während der Finanzierungsphase. Ein Gespräch mit einem Finanzexperten hilft, die richtige Strategie zu finden – abgestimmt auf Restschuld, Laufzeit und persönliche Ziele.
Die Anschlussfinanzierung rechtzeitig planen – bevor die Zinsen entscheiden.

Dipl. Bankbetriebswirt (ADG)
Jürgen Frank JF - mein Finanzberater
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